Umweltausschuss reist der Sonne entgegen

Eine neunköpfige Delegation des Umweltausschusses des Bundestages bereiste Mitte Februar elf Tage lang Kenia und Tansania. Nachdem das weitgehend touristisch gestaltete Programm in die Öffentlichkeit gelangte und auch vom Bund der Steuerzahler heftig kritisiert wurde, trat die Delegation ihre Reise mit einem inhaltlich aufgefüllten Programm an. Auch wenn das endgültige Programm zusätzliche Fachgespräche beinhaltet, ist es weiterhin mit touristischen Trips sowie zweifelhaften Inhalten gefüllt, die der Steuerzahler finanzieren muss. Ob die Teilnahme an Informationsveranstaltungen über die regionale Anzucht von Passionsfruchtsetzlingen und über die Produktion von Kamelmilch, die Besichtigung des Kilimanjaro oder die ganztägige Besichtigung der Serengeti – der Steuerzahler darf die Reise aus seinem Portemonnaie bezahlen, damit die Parlamentarier dem kalten deutschen Winter in wärmere Gefilde entfliehen können. Der Bund der Steuerzahler kann den konkreten Nutzen der Reise für die umweltpolitische Abgeordnetentätigkeit beim besten Willen nicht erkennen. Die entsprechenden schriftlichen Fragen des Bundes der Steuerzahler ließ die Ausschussvorsitzende unbeantwortet. Der BdSt wird weiter auf eine komplette Aufklärung der Umstände dieser Reise drängen, um eine solche Steuergeldverschwendung in Zukunft zu verhindern.
Von der Steuergeldverschwendung erfuhren wir vom Bund der Steuerzahler in einer Pressemitteilung.

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